Die Trauerrednerin NRW - Abschiedsreden & Freie Beerdigungen

5 Orte für freie Beerdigungen

So individuell und besonders wie ein Mensch war, so einzigartig wünscht man sich als Angehöriger auch die Beisetzung. Eine angemessene Art und Weise sich verabschieden zu können. Zwar gibt es teilweise auch für Nicht-Kirchenmitglieder Möglichkeiten auf einem kirchlichen Friedhof beerdigt zu werden, doch besteht bei vielen der Wunsch nach einer freien Trauerfeier.

Folgend möchte ich Ihnen 5 Orte für eine freie Beerdigung vorstellen:

 

1: Städtischer Friedhof
Sucht man eine nahe Alternative zur kirchlichen Beerdigung, kann die Beisetzung auf einem städtischen Friedhof stattfinden. Die Zeremonie kann statt eines Pfarrers durch einen freien Trauerredner oder auch einen Angehörigen abgehalten werden. Da es hier keinen religiösen Hintergrund gibt, wird die Trauerfeier ganz auf die Persönlichkeit des Verstorbenen abgestimmt. Frei ist man beispielsweise in der Wahl der Lieder und dem Aufbau der Rede.

 

2: Begräbniswald
Für manche Verstorbenen aber auch für Angehörige ist der Friedhof nicht der richtige Ort, um sich positiv an einen geliebten Menschen zu erinnern. Man möchte einen Ort finden, der besser zu dem Leben des Verstorbenen passt. Einen Ort, an den man gerne hin und wieder zurückkehrt, um sich demjenigen wieder ganz nah zu fühlen. Einen Ort, der nicht an den Tod, sondern an das Leben erinnert.
Eine besonders schöne Alternative sind Begräbniswälder.
Hier wird ein Baum für die Beisetzung ausgesucht und die Asche des Verstorbenen an den Wurzeln niedergelassen. Da nur kleine Plaketten mit Namen oder Nummern an die Stämme gehängt werden, fühlt es sich nicht wie ein Begräbnisort an. Viel mehr wie eine grüne Oase, die gleichzeitig in wunderschöner Stille liegt und doch so voller Leben wirkt. Man kann sich auf eine Bank am Wegrand setzen, die Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch das grüne Blätterdach und die Zweige wiegen sich leicht im Wind.
In vielen Begräbniswäldern hat man die Wahl zwischen einem eigenen Baum oder einem Sammel-Baum, wo mehrere Verstorbene beerdigt werden. Die Bäume können auf Wunsch auch bereits vor dem Tod ausgesucht werden.

 

3: Seebestattung
Für Naturbestattungen wie in einem Begräbniswald gibt es noch weitere Alternativen. Hatte der Verstorbene eine Leidenschaft für das Meer, so kann die Asche bei einer Seebestattung in einer wasserlöslichen Urne versenkt werden. Ganz gleich ob Ost- oder Nordsee, Mittelmeer oder sogar im Atlantik. Das Gefühl, einen Menschen nach seinem Tod wieder dorthin zu bringen wo er am liebsten war, gibt auch den Hinterbliebenen oft Kraft. Statt Blumenkränzen können dabei Blütenblätter oder Steine, beschrieben mit Wünschen oder Erinnerungen, über dem Wasser verstreut werden.

 

4: Almwiesenbestattung
Hat es die verstorbene Person in seinem Leben sehr oft in die Berge gezogen, so gibt es in der Schweiz eine sehr schöne Art sich von diesem Menschen zu verabschieden – die Almwiesenbestattung. Die Asche kann auf einer Almwiese, zwischen Bergen und Feldern, entweder in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt oder verstreut werden. Die Trauerfeier kann dann ebenfalls in dieser wunderschönen Umgebung stattfinden.

Eine ähnliche Art der Beisetzung ist auch die Felsbestattung. Die Asche wird dabei in einem Felsengebiet verstreut oder unter einer Grasnarbe beigesetzt.

 

5: Diamantbestattung
Eine sehr außergewöhnliche Art der Beisetzung ist die Diamantbestattung. Aus einem kleinen Teil der Kremierungsasche wird ein Diamant hergestellt. Dieser kann in einem Schmuckstück für den engsten Angehörigen verarbeitet werden. So kann ein kleiner Teil des geliebten Menschen einen Platz ganz nah am Herzen bekommen.

 

Ganz gleich für welche Art der Bestattung man sich entscheidet, bei einer freien Beerdigung kann in ganz besonderem Maße auf die Wünsche des Verstorbenen und auch der Angehörigen eingegangen werden. Bei der Planung der Beisetzung sollte man sich sicherheitshalber im Vorfeld über das Bestattungsgesetz im jeweiligen Bundesland informieren. So ist beispielsweise eine Luftbestattung, bei der die Asche während eines Fluges verstreut wird, in Deutschland verboten. Wie bei der Almwiesenbestattung kann hier jedoch meistens eine genauso passende Alternative oder ein alternativer Ort gefunden werden.

Falls Sie für einen verstorbenen Menschen eine freie Beerdigung planen und hierbei Unterstützung benötigen oder auf der Suche nach einer freien Trauerrednerin sind, kontaktieren Sie mich gerne über das Formular.

 

Fotos: Pixabay

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4 Kommentare

  1. Florentin Eisler

    28. Dezember 2018 - 9:44
    Antworten

    Interessanter Beitrag zum Thema freie Beerdigungen. Ich mag Nordsee und möchte nach meinem Tod wieder dorthin zu bringen wo ich am liebsten war. Ich denke, dass nicht viele Leute Seebestattung kennen. Für meine Liebe zum See, werde ich diese eine besondere Methode der Beerdigung vorstellen.

  2. Thomas

    18. Februar 2019 - 20:12
    Antworten

    Der Großvater unserer Nachbarin hatte eine Leidenschaft für das Meer. Als er verstarb, wurde seine Asche bei einer Seebestattung in einer wasserlöslichen Urne versenkt. Das Gefühl, einen Menschen nach seinem Tod wieder dorthin zu bringen wo er am liebsten war, gab unserer Nachbarin einige Kraft.

  3. Thomas

    20. Februar 2019 - 15:43
    Antworten

    Ein Tod bzw. eine Beerdigung ist kein leichtes Thema. Viele Menschen erleben aber irgendwann den Verlust eines Familienmitglieds bzw. eines Freundes. Gut zu wissen, dass es so viele verschiedene Arten von Bestattungen gibt. Dass es auch eine Diamantbestattung gibt, wusste ich gar nicht.

  4. Jim Winkler

    8. Mai 2019 - 8:30
    Antworten

    Ich bin mir bisher noch nicht ganz sicher wo ich begraben werden will. Die Wald Variante gefällt mir wirklich gut. Wobei ich mich sicher auch bei so einem Städtischen Friedhof wohlfühlen würde. Wenn dann die Trauerfeier stimmt bin ich Glücklich.

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